Sensomotorische Einlagen

Sensomotorische Einlagen, auch propriozeptive Einlagen genannt, funktionieren durch die gezielte Einflussnahme sensorischer Impulse auf den gesamten Körper.

Bei Störungen des sensorischen Systems können sensomotorische Einlagen die Dysbalance der Muskulatur ausgleichen.

Eine ausgeglichene und koordinierte Bewegung des Menschen ist nicht von Natur aus gegeben. Um jede Bewegung im Laufe des Lebens koordiniert ausführen zu können, wird jeder Bruchteil über ein ausgeklügeltes System hochspezialisierter Sensoren gesteuert. Bei manchen Menschen ist das sensorische System gestört. Durch sensomotorische Einlagen kann die sogenannte Dysbalance der Muskulatur gezielt behandelt werden und dadurch auch die Beschwerden in Haltung, Stellung, Gleichgewicht und Koordination gelindert werden.

Sensomotorische Einlagen beinhalten Elemente, die Druck auf die Sehne eines Muskels ausüben und dadurch eine stärkere Aktivierung des dazugehörigen Muskels bewirken, oder eine Vorspannung des Muskels erzeugen und als Folge den Muskeltonus senken.

Anwendungsgebiete der sensomotorischen Einlagen:

  • Lähmungen
  • Rotationsfehlstellungen der Beine
  • Fußfehlstellungen wie Spitzfuß, Senkfuß, Knickfuß und Klumpfuß
  • Zehenfehlstellungen
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Fersenspornprobleme

Im Unterschied zu herkömmlichen „Passiv“-Einlagen werden sensomotorische „Aktiv“-Einlagen individuell auf die Fußmuskulatur des Patienten angepasst. Durch gezielte Einflussnahme auf die muskulären und sehnigen Strukturen des Fußes kann eine Stärkung bzw. eine Schwächung des Muskels bewirkt werden. Sensomotorische Einlagen sind für Erwachsene als auch für Kinder einsetzbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sensomotorische_Einlagen

http://www.duden.de/rechtschreibung/Sensomotorik

Sensomotorische Einlage
Sensomotorische Einlage

 


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