Wie entstehen Einlagen?

Bis sie im Schuh landen, durchlaufen orthopädische Einlagen einen weiten Weg, der in einer Praxis für Orthopädie, im Sanitätshaus oder beim Orthopädietechniker beginnt.

Am Anfang der Entstehung Ihrer individuellen orthopädischen Einlagen stehen Bewegungsanalysen, Auswertungen, Abdrücke, sinnvolle Materialauswahl und sorgfältige Herstellung in der orthopädietechnischen Werkstatt, bis die Einlegesohlen letztlich ihren Zweck erfüllen und Ihnen ein gesundes und aktives Leben ermöglichen.

Orthopädietechnische Werkstätten sind je nach Spezialisierung in der Lage, verschiedene Produkte im Prothesen- und Orthesen-Bereich herzustellen. Die Herstellung von Einlagen kommt in solch einer Einrichtung recht häufig vor, was sicher auch daran liegt, dass das Produkt in diesem Fall auch zur Prävention eingesetzt werden kann.

Bewegungsanalysen helfen, die passenden orthopädischen Einlagen zu finden

Am Anfang passender Einlegesohlen steht der Gang zum orthopädischen Facharzt, Orthopädie-Schuhtechniker, Orthopädietechniker oder Sanitätshaus. Bevor die Einlagen nämlich gefertigt werden können, sollte mit Hilfe einer Fußanalyse oder sogar einer komplexeren Bewegungsanalyse untersucht werden, wie die Druckverteilung am Fuß während einer Belastungssituation ist, wie die Bewegungsabläufe aussehen und durch welche physischen Gegebenheiten sie eventuell beeinflusst werden. Dank des technischen Fortschritts können orthopädische Ärzte, Orthopädieschuh- und Orthopädietechniker also heutzutage nicht nur die Gangart, sondern auch entstehende Druckstellen am Fuß sowie die Statik des gesamten  Körpers während des Laufens ermitteln.
Erst nach eingehender Betrachtung kann geklärt werden, ob und welche orthopädischen Einlagen die Stabilität verbessern, Fehlstellungen ausgleichen, körperliche Beschwerden lindern oder diese sogar verhindern kann.

Einlegesohlen sind nicht gleich Einlegesohlen

Dank vorhergehender Fuß- oder Bewegungsanalyse können je nach körperlicher Gegebenheit und Anspruch die optimalen orthopädischen Einlagen hergestellt werden. Hierfür bedarf es eines Fußbadruckes, der zum Beispiel als Gipsabdruck oder Blauabdruck genommen werden kann. Je nachdem, welche Indikation vorliegt, wird bei den Einlegesohlen zwischen Korrektureinlagen, Kopie- oder Weichbettungseinlagen unterschieden.
Die Orthopädietechnik kennt für orthopädische Einlagen eine wahre Bandbreite an in Frage kommenden Materialien: Während früher häufig Aluminium und Holz verwendet wurde, werden Einlagen heute häufig aus Carbon, Kork, Edelstahl, thermoplastischen Kunststoffen oder Schaumstoffen gefertigt und im letzten Schritt mit einer Leder- oder textilen Sohle bezogen.

Je nach Behandlungsziel werden Schaleneinlagen, Einlagen mit oder ohne Rand, spezielle Einlagen für einen bestehenden Hallux valgus oder sensomotorische Einlagen genutzt, teilweise auch mit darunter angebrachtem Keil.

Trotz der Bandbreite an Einlegesohlen verfolgen die sorgfältig hergestellten Produkte vom Orthopädieschuhtechniker, Orthopädietechniker, Sanitätshaus oder orthopädischen Arzt stets das selbe Ziel: Ihnen Gesundheit und Freude an Bewegung erhalten.

In den meisten Fällen bestehen orthopädische Einlagen aus folgenden Komponenten:

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Wenn Sie Interesse an Einlegesohlen haben, suchen Sie einen orthopädischen Arzt, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhtechniker oder ein Sanitätshaus in Ihrer Nähe auf.

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Bitte suchen Sie im Zweifel Ihren behandelnden Arzt auf.