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Diagnose Hohlfuß: Arzt empfiehlt orthopädische Einlagen und regelmäßige Dehnübungen.

30-jähriger Mann klagt über Fußschmerzen, weil er beidseitig unter einem Hohlfuß leidet.

Experten entscheiden sich für Versorgung mit orthopädischen Einlagen in dünner Ausführung und mit Fußpolster.

Bei seiner Vorstellung berichtet der 30 Jahre alte Patient mit beidseitigem Hohlfuß über Fußschmerzen im Vorfuß und Beschwerden in den Sprunggelenken. Geeignetes Schuhwerk kann er wegen des hochstehenden Fußrückens (hoher Rist) nur schwer finden. Aus beruflichen Gründen bleibt laut seiner eigenen Aussage wenig Zeit für sportliche Aktivitäten. Außer den Fussschmerzen liegen keine weiteren Probleme vor. Allerdings wird bei der Anamnese verstärkte Hornhaut unter den Mittelfußköpfchen festgestellt. Außerdem ist das Gangbild des 30-Jährigen auffallend steif: Der erste Bodenkontakt verläuft über den Vorfuß, zudem hat die Ferse hat nur wenig Bodenkontakt, was zusätzlich auf eine verkürzte Achillessehne hindeutet.

Mix aus orthopädischen Einlagen, Dehnübungen und sportlichen Aktivitäten.

Unsere Experten entschieden sich aufgrund der Platzsituation im Schuh für eine Versorgung mit einem Paar orthopädische Einlagen in dünner Ausführung nach Formabdruck mit drei Millimeter Vorfußpolster. Ziel der Versorgung ist eine leichte Streckung des Fußes sowie eine Druckumverteilung auf den gesamten Fuß. Zudem wird eine Schuhzurichtung in Form einer Mittelfußrolle mit Pufferabsatz zur Entlastung der Sprunggelenke und Verkürzung der Belastungszeit unter den Mittelfußköpfchen angefertigt. Des Weiteren empfehlen wir Dehnübungen, um die gesamte untere Extremität etwas aufzulockern. Zudem raten wir dem Patienten, sportliche Aktivitäten aufzunehmen.

Nach vier Wochen berichtet der Patient von stabilerem Gang aufgrund erfolgreicher Druckumverteilung durch orthopädische Einlagen.

Vier Wochen nach Beginn des täglichen Tragens seiner orthopädischen Einlagen stellt sich der 30 Jahre alte Mann wieder bei uns vor. Der Patient berichtet über positive Erfahrungen mit den Einlagen. Die Eingewöhnungszeit war innerhalb einer Woche abgeschlossen, die Fußschmerzen gingen stark zurück. Der Patient hat nun das Gefühl, durch die Druckumverteilung wesentlich stabiler zu gehen. Seine Beschwerden haben sich fast völlig aufgelöst, seitdem er täglich orthopädische Einlagen trägt. Durch die Mittelfußrolle konnte ein dynamischeres Gangbild erreicht werden, was sich zusätzlich positiv auf das Körpergefühl auswirkt. Dem Rat, regelmäßig Dehnübungen zu machen, ging der Patient nach eigenen Angaben teilweise nach, was zusätzlich einen aufbauenden Effekt vermuten lässt.

Fazit: Fußschmerzen verschwinden, Lebensqualität steigt.

Mit der Versorgung durch orthopädische Einlagen können sehr schnell Fußschmerzen und Rückenschmerzen, die durch einen Hohlfuß entstehen, gemindert oder sogar ganz behoben werden, was zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität beiträgt und einer Verschlimmerung der Fußproblematik und Körperstatik entgegenwirkt. Entscheidend für den Erfolg ist hier die frühzeitige Behandlung. Je weiter fortgeschritten die Fehlhaltungen sind, desto umfangreicher muss die Versorgung ausfallen.  In vielen Fällen ist eine Ergänzung mit einer Schuhzurichtung zur besseren Dynamik und Druckumverteilung sinnvoll.

Quelle: Joachim Weisser

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