Fersensporn

Ein Fersensporn ist ein knöcherner, meist dornenförmiger Fortsatz am Fersenknochen.

Beim Fersensporn – oder auch Kalkaneussporn – handelt es sich um einen dornenförmigen Fortsatz aus Knochensubstanz, der durch Überlastung am Fersenknochen entsteht. Man unterscheidet zwischen dem unteren und dem oberen Fersensporn. Fersensporne bilden sich am Ansatz von Sehnen.

Die Ursachen von Fersenspornen können Überlastung, Übergewicht oder Fehlstellung der Füße sein. Durch die dauerhafte Überlastung der Ferse wird dort dornenförmig Knochenmaterial gebildet. Die genannten Ursachen bewirken, dass sich die Sehne am Ansatz durch kleinste Verletzungen entzündet, was wiederum Schmerzen verursacht. Die Fersenschmerzen durch den Fersensporn sind meist nach dem Aufstehen oder nach längerer Belastung der Ferse spürbar.

Therpaierbar ist ein Fersensporn durch Verminderung des Belastungsdruckes, was z. B. mithilfe von orthopädischen Schuheinlagen möglich ist. Eine physikalische Therapie oder entzündungshemmende Medikamente kommen ebenfalls in Frage. Ein operativer Eingriff ist meist nicht nötig.

Faktoren, die die Entstehung eines Fersensporns begünstigen können sind:

  • Übergewicht
    Durch das höhere Gewicht entsteht höherer Druck auf die empfindliche Fußregion.
  • Fehlstellung der Füße
    Fehlstellung der Füße, der Wirbelsäule oder des Beckens können höhere Zugkräfte auf die Sehne bewirken, wodurch die Sehne überlastet werden kann.
  • Schlecht passende Schuhe
    Eine unzureichende Dämpfung der Sohle oder eine schlechte Passform kann zu einer Überlastung der Fußmuskeln und Sehnen führen.
  • Übermäßiger Sport, längeres Stehen und Gehen
    Neben einer Überlastung durch dauerhafte falsche Bewegung oder Körperhaltung können auch falsche Sportschuhe oder ein falsches Aufwärmtraining zum Fersensporn führen.

Fersensporne machen sich nicht immer durch Schmerzen bemerkbar. Oft werden sie auch ohne Schmerzen per Zufall entdeckt z. B. beim Röntgen des Fußes.

Behandlungsmöglichkeiten schmerzender Fersensporne können sein:

  • Fersenkissen oder Absatzerhöhung
    Durch die Druckentlastung kann sich die entzündete Region besser erholen.
  • Spezielle Fersensporn-Einlagen
    Sie sorgen für eine bessere Druckverteilung im Bereich der Ferse und sind für den täglichen Einsatz individuell angepasst.
  • Gewichtsreduktion
    Durch Abnehmen wird automatisch weniger Druck auf die Ferse ausgeübt, wodurch sich die Ferse besser erholen kann.
  • Passendes Schuhwerk
    Besonders beim Sport sind gut angepasste Schuhe wichtig, um den Fuß optimal zu betten und den Druck effektiv zu verteilen.
  • Physsiotherapeutische Behandlung
    Gezielte Übungen zum schonenden Dehnen und zum Muskelaufbau unterstützen den Fuß in seiner Leistungsfähigkeit und Wiederstandskraft bei höherer Belastung.

Zusätzliche Therapiemöglichkeiten sind eine Stoßwellentherapie, die Behandlung mit Röntgenstrahlen oder – falls nichts mehr hilft – eine Operation, was jedoch nur selten nötig ist.

Darstellung Fersensporn
Fersensporn (Kalkaneussporn)

 


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