Osteochondrose

Unter einer Osteochondrose versteht man eine Störung der Umwandlung von Knorpelzellen in Knochenzellen während der Knochenbildung.

Geht es um Osteochondrose der Wirbelsäule ist unter diesem Krankheitsbild eine zumeist überlastungsbedingte Veränderung des Bandscheibenknorpels sowie des angrenzenden Wirbelkörpers zu verstehen. Durch eine Fehlhaltung der Wirbelsäule verändert sich die Bandscheibe und verschleißt sie. Ihre Stoßdämpferwirkung lässt nach, sie verliert an Höhe. Der Knochen der Wirbelkörper wird stärker belastet und der Wirbelkörper wird instabil.

Der Verlauf der Osteochondrosis intervertebralis wird entsprechend in drei Stadien eingeteilt:

  • Modic I bedeutet Ödembildung
  • Modic II bedeutet fettige Degeneration des Knochens
  • Modic III bezeichnet die Knochensklerose

Nicht nur Fehlbelastungen, sondern auch frühere Bandscheibenvorfälle sowie Bandscheibenoperationen, selten auch Entzündungen der Bandscheibe, können zu Osteochondrose der LWS (Lendenwirbelsäule) oder Osteochondrose der HWS (Halswirbelsäule) führen.

Eine Therapie bei Osteochondrosis intervertebralis hängt stark vom individuellen Befund ab. Gegen auftretende Schmerzen sind Schmerzmittel, kortisonfreie Entzündungshemmer sowie muskelentspannende Medikamente einsetzbar. Sind akute Schmerzen erst einmal gelindert, kann Krankengymnastik die mechanischen Verhältnisse an Bandscheibe sowie Wirbelkörper verbessern.

Ansicht Physiotherapie
Ansicht Krankengymnastik

 


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