Bänderüberdehnung im Fuß

Nackte Füße die im Regen auf Zehenspitzen auf Asphalt stehen
Bänderüberdehnung im Fuß: Symptome, Behandlung und Rehabilitation

Ursachen

Eine Bänderüberdehnung entsteht durch eine sehr plötzliche oder übermäßige Belastung des Sprunggelenks.
Meist führt das klassische Umknicken zu einer Bänderdehnung im Fuß. Dies kann Ihnen vor allem beim Sport, aber auch im Alltag passieren. Beim Umknicken wird der Fuß über die natürlichen Grenzen hinaus nach außen geknickt, was zur Folge hat, dass das Außenband überdehnt wird. In seltenen Fällen kommt es jedoch auch vor, dass der Fuß nach innen geknickt wird, was eine Überdehnung des Innenbandes zur Folge hat.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren für eine Bänderüberdehnung im Fuß zählt neben mangelnder Bewegung auch starkes Übergewicht. Bänder, die bereits durch eine Entzündung vorgeschädigt sind, neigen eher zu einer Überdehnung als intakte Bänder. Auch in der Vergangenheit aufgetretene Bänderdehnungen und Bänderrisse stellen einen Risikofaktor für eine Bänderüberdehnung dar. Des Weiteren können genetisch bedingte Erkrankungen des Bindegewebes das Auftreten von Überdehnungen der Bänder bevorzugen.
Beim Sport gelten allen voran Sportarten mit häufigen Richtungswechseln sowie Sport auf unebenem Gelände als Risikofaktoren.

Symptome

Bei der Deutung der Symptome ist es wichtig, dass Sie ganz genau auf die Symptome achten, um eine Bänderüberdehnung von einem Bänderriss unterscheiden zu können.
Hauptsymptom einer Bänderüberdehnung ist ein Schmerz, der direkt nach dem Umknicken eintritt. Infolge von Belastung und Bewegung des Fußes nimmt dieser Schmerz zu. Im Gegensatz zum Bänderriss ist es Ihnen jedoch möglich, den Fuß vollständig zu bewegen. Die Stabilität des Sprunggelenks wird durch die Bänderüberdehnung meist nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. An der Verletzungsstelle können sowohl ein Bluterguss als auch eine Schwellung auftreten.
Sollten Sie nach innen umgeknickt sein, kann es zu einer Instabilität des Gelenks kommen. Des Weiteren ist es möglich, dass eine starke Schwellung am Sprunggelenk auftritt.
In jedem der genannten Fälle sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der klären kann, ob es sich tatsächlich um eine Bänderüberdehnung oder um einen Bänderriss handelt.

Schmerzen – wie fühlt sich eine Bänderüberdehnung im Fuß an?

Charakteristisch für eine Bänderüberdehnung im Fuß ist ein direkt infolge des Umknickens auftretender, stechender Schmerz, der bei Belastung des Fußes stärker wird. Die Schmerzen halten in manchen Fällen nur wenige Tage, jedoch nicht länger als Wochen an.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Direkt nach dem Umknicken können Sie selbst Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen, um den weiteren Verlauf positiv zu beeinflussen. Hierbei gilt es, die sogenannte PECH-Regel anzuwenden.

1. P – Pause: Infolge des Umknickens sollten Sie sofort jegliche Belastung des Fußes unterlassen. Nur so können Sie eine weitere Verletzung der Bänder verhindern.
2. E – Eis: Durch sofortiges Kühlen mit Eis verringern Sie die Schmerzen und die Schwellung am Sprunggelenk. Das Kühlen sollte für die nächsten zwei Tage im Abstand von jeweils zwei bis drei Stunden erfolgen.
3. C- Compression: Um Ihr Sprunggelenk zu stabilisieren, sollten Sie einen Druckverband, Tape oder Bandagen anlegen. Diese Arten der Kompression können außerdem ein Anschwellen verhindern.
4. H – Hochlagern: Lagern Sie Ihren Fuß schnellstmöglich hoch, um eine mögliche Schwellung zu verhindern und die Heilung zu fördern.

Falls notwendig, können Sie begleitend zu Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac greifen.
Auch wenn nur geringfügige Schmerzen vorhanden sind oder die Schmerzen schnell wieder nachlassen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Diagnostik

Infolge einer Bänderdehnung empfiehlt es sich, einen Facharzt der Orthopädie aufzusuchen. Der Arzt wird neben den Symptomen eventuelle Vorerkrankungen sowie den Hergang der Verletzung bei der Diagnostik berücksichtigen. Er wird sich die betreffende Stelle genau ansehen und auch versuchen, den Fuß zu bewegen. Der Arzt kann mittels bildgebender Untersuchungsverfahren entscheiden, ob eine Bänderüberdehnung oder ein Bänderriss vorliegt. Per Ultraschallgerät kann er sehen, ob eines der äußeren Bänder geschädigt wurde. Für die Diagnostik an tiefliegenden Bändern ist ein MRT erforderlich.

Behandlung

Zur weiteren Behandlung empfiehlt es sich, für die Dauer von mindestens zwei bis drei Wochen eine stabile, orthopädische Schiene zu tragen und das Gelenk somit ruhigzustellen. Auf diese Weise kann ein erneutes Umknicken vermieden werden. Zur Vermeidung von Spätfolgen ist es unerlässlich, das betroffene Gelenk gut auszukurieren. Die Verwendung von Krücken kann dabei ebenso unterstützend wirken wie das Auftragen spezieller Salben oder Sportgels.

Wie lange dauert eine Überdehnung im Fuß?

Ein frühzeitiger Therapiebeginn hat neben der Schwere der Verletzung einen maßgeblichen Einfluss auf die Dauer der Heilung. Bei guter Schonung heilt die Verletzung meist innerhalb von zwei bis drei Wochen aus. Dennoch wird es Ihnen erst nach einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen wieder möglich sein, den Fuß vollständig zu belasten. Bitte achten Sie darauf, die Belastung auf den Fuß nur langsam zu steigern.

Arbeitsunfähigkeit in Folge einer Bänderüberdehnung

Ob und wie lange Sie nach einer Bänderüberdehnung arbeitsunfähig sind, hängt sowohl von Ihrer ausgeübten Tätigkeit, als auch von der Schwere der Verletzung ab. Falls Sie einen Beruf ausüben, in dem Sie viel laufen müssen, erhalten Sie voraussichtlich eine Krankschreibung für ein bis zwei Wochen. Nach einer erneuten Untersuchung wird der Arzt feststellen, ob es Ihnen möglich ist, ihre Tätigkeit wiederaufzunehmen. Berufssportler müssen auf jeden Fall mehrere Wochen lang auf das Ausüben ihrer Tätigkeit verzichten.

Stabilisieren des Sprunggelenks

Zur Stabilisierung des Sprunggelenks eignen sich neben im Handel erhältlichen Druckverbänden und Bandagen auch Stabilisierungen aus Sport- oder Kinesiotape. Diese Tapes sind elastische Pflaster, welche die Funktion des Bandes übernehmen sollen. Das Tapen kann in einer Arztpraxis durchgeführt werden. Mittels Anleitungen aus dem Internet können Sie es jedoch auch selbstständig durchführen.

Wie kann man einer erneuten Bänderüberdehnung vorbeugen?

Nach einer vorhergegangenen Verletzung der Bänder können Sie präventiv eine Bandage tragen, da diese dem Fuß zusätzliche Stabilität verleiht. Außerdem sollten Sie regelmäßig Sport in Maßen treiben und darauf achten, sich vor dem Sport stets gut aufzuwärmen.

Folgen einer Nicht-Behandlung

Sollten Sie die Bänderüberdehnung im Fuß nicht behandeln, riskieren Sie schwere Spätfolgen. Das Gelenk kann infolge der unbehandelten Verletzung instabil werden. Durch die Fehlstellung des Gelenks wird der Knorpel geschädigt, was einen vorzeitigen Verschleiß des Gelenks (Arthrose) zur Folge hat.

Ursachen für Fußschmerzen

  • Arthrose oder Arthritis
  • Sehnenentzündungen
  • Nervenkompression
  • Knochenverletzung und Trauma
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Gicht oder Rheuma
  • Durchblutungsstörungen
  • Knochennekrose (Osteonekrose)
  • Fehlstellungen der Fußgewölbe
  • Umknicktraumen und Bandrupturen
Achillessehne Anlaufschmerzen Arterielle Verschlusskrankheit Arthritis Arthrose Außen Hüfte Ballenzehe Bandscheibe Bandscheibenvorfall Bei Bewegung Beinschmerzen Bewegungseinschränkung Blockade Bluterguss Brennende Schmerzen Bänderverletzung Chirotherapie Diabetes Druckgefühl Leiste Druckstellen Druckstellen Fuß Druckumverteilung Durchblutungsstörung Einklemmung Ischiasnerv Fehlhaltung Körper Fehlstellung Fußfehlstellung Fußschmerzen Fußwurzel Gefäßkrankheit Gelenkentzündung Gelenkverschleiß Gesamtes Bein Großzehschiefstand Hallux valgus Hüftdysplasie Hüftgelenk Hüftschmerzen Hühneraugen Ilisosakralgelenk Instabilität Fuß Instabilität Wirbelsäule Ischiasnerv ISG-Blockade Kniearthrose Kniekehle Knieschmerzen Knochenbruch Knocheninfarkt Kompression Krallenzeh Körperstabilität Leiste Leistenschmerzen Lendenwirbel Maßgefertigte Schuheinlagen Mittelfuß Muskelschmerzen Muskelungleichgewicht Muskuläre Dysbalancen Nerveneinklemmung Nervenengpass Nervenerkrankung Nervenschmerzen Oberschenkel Oberschenkelschmerzen Orthopädische Einlagen Orthopädische Maßschuhe Orthopädische Schuheinlagen Osteoporose Patella Physiotherapie Prellung Rheuma Ruheschmerzen Rückenschmerzen Schiefhaltung Schleimbeutelentzündung Schmerzen Sport Schwellung Sensomotorische Einlagen Spannungsgefühl Knie Spreizfuß Sprunggelenk Stechende Schmerzen Taubheitsgefühl Thrombose Trauma Treppensteigen Unfall Unterschenkel Verletzung Verspannung Vorderer Kniebereich Vorderfuß Vorwölbung Leiste Wadenschmerzen Zehen Überbelastung Überwärmung Knie