Entzündung im Fuß

Der Fuß schmerzt und die Suche nach einer Ursache beginnt. Häufig steckt eine Entzündung im Fuß dahinter. Die Ursachen für entzündliche Vorgänge im Fuß sind vielseitig. Es gibt einige Empfehlungen hinsichtlich der Behandlung. Häufig lassen sich harmlose Entzündungen leicht behandeln. Sind Erkrankungen die Ursache für die Entzündung im Fuß, so führt der erste Gang zum Facharzt. Alle wichtigen Fakten rund um Entzündungen im Fuß, wie man diese erkennt und wie sie sich behandeln lassen, ist im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Wie äußert sich eine Entzündung im Fuß?

Eine Entzündung kann sich schleichend entwickeln und wird nicht immer direkt als solche erkannt. Die Ausprägung der Symptomatik kann sich im Laufe des Fortschreitens der Entzündung verändern. Einige Symptome werden von Betroffenen bei einer Entzündung im Fuß immer wieder genannt. Dazu gehören Funktionseinschränkungen, Rötungen und Schmerzen sowie Schwellungen und in einigen Fällen eine Überwerbung.

Welche Symptome im Einzelfall auftreten, hängt unter anderem von dem betroffenen Fußbereich ab. Ist der Rückfuß entzündet, so klagen Betroffene über Schmerzen beim Gehen. In diesem Fall sind die Funktionen des Fußes durch die Schmerzbelastung eingeschränkt. Eine Entzündung im Vorfuß ist besser zu ertragen, da beim Gehen kein Druck auf dem Vorfuß lastet. Die Schmerzentwicklung im vorderen Bereich des Fußes ist weitaus geringer.

Eine Entzündung kann mit einer Eiterbildung, einer Wunde nach einer Verletzung oder einem Unfall einhergehen. Die Ausprägung einer Entzündung im Fuß und die damit einhergehenden Symptome variieren je nach Schweregrad, Ursache der Entzündung und lassen sich auf verschiedene Weise behandeln. In einigen Fällen wird eine entzündliche Erkrankung des Fußes erst spät bemerkt. Man kann infolge einer unentdeckten Entzündung im Fuß sogar allgemein Symptome, wie etwa Fieber oder allgemeine Erschöpfung, entwickeln. Je früher man eine Entzündung bemerkt, desto erfolgreicher kann man diese behandeln.

Welche Strukturen des Fußes können sich entzünden?

Der Aufbau eines Fußes ist komplex. Der menschliche Fuß besteht aus verschiedenen Strukturen. Dazu gehören Knochen, Bänder und Sehnen sowie auch Muskeln. Sie alle können von einer Entzündung betroffen sein. Auch umliegende Bereiche, wie die Fußgelenke, können eine Auswirkung auf den Fuß haben und entzündliche Prozesse auslösen. Das ist unter anderem bei Gelenkerkrankungen der Fall. Wie sich eine Entzündung behandeln lässt, hängt folglich auch von dem betroffenen Strukturbereich des Fußes ab.

Welche Ursachen gibt es für eine Entzündung im Fuß?

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig ist eine Überbelastung des Fußes Ursache für eine Entzündung. Weitere entzündliche Krankheiten sind die Kapsel-, Sehnen- sowie die Muskelentzündungen.

In Folge einer Verletzung oder eines Unfalls kann es durch Einschwemmungen von Krankheitserregern zu einer entzündlichen Krankheit führen. Häufig spricht man in diesem Zusammenhang von einer Weichteilentzündung. Kommt es zu einer Infektion nach einer Entzündung, so kann man diese mit speziellen Medikamenten behandeln. In Folge eines Unfalls, etwa beim Sport, kommt es zu Brüchen im Fuß. Diese können ebenfalls eine Entzündung nach sich tragen.

Weitere bekannte Erkrankungen sind verschiedene Formen der Arthrose, etwa die Mittelfußarthrose oder eine Fußwurzelarthrose. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Krankheitserreger als auch Unfall bedingte Ursachen eine Entzündung im Fuß auslegen können. Leidet man an einer Autoimmunerkrankung, so kann sich dieser auch auf den Fußbereich auswirken und entzündliche Prozesse in Gang setzen. Wie man die Fußentzündung im Einzelfall behandeln kann, ist von der Ausprägung und der Ursache abhängig. Um eine durch Arthrose bedingte Entzündung zu behandeln, gilt es einen langfristigen Therapieplan aufzustellen.

Was tun bei einer Fußwurzelarthrose?

Bei einer Fußwurzelarthrose handelt es sich um eine Verschleißerkrankung der Fußwurzelgelenke. Nicht immer kann eine Ursache klar definiert werden. Häufig liegt dem Krankheitsbild jedoch ein Bruch zugrunde. Betroffene verspüren einen Druckschmerz im Fußrücken. Dadurch ist die Belastung des Fußes ohne Schmerzen kaum möglich.

Die konservative Therapie einer Fußwurzelarthrose wird durch unterstützende Schuheinlagen durchgeführt. Auch eine biochemische Muskelstimulation sowie physiotherapeutische Trainingstherapien werden als effektive Therapiemethoden eingesetzt. Schmerzstillende Einspritzungen von Hyaluronsäure können Betroffenen dabei helfen, die Schmerzen zu senken. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, so ist eine Operation der letzte Ausweg, um eine Fußwurzelarthrose zu behandeln. In diesem Fall sollte man sich in die Hände eines erfahrenen Fußspezialisten begeben.

Was ist eine Plantarfasziitis?

Bei einer Plantarfasziitis handelt es sich um eine Entzündung der Sehnenplatte an der Fußunterseite. Diese Form der Entzündung im Fuß äußert sich in Form von Schmerzen an der Fußsohle oder der Ferse. Die Ursache liegt meistens in einer Über- oder falschen Belastung des Fußes, etwa durch falsches Schuhwerk, vor. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, um den betroffenen Fuß zu behandeln. Die Schmerzen lassen meist nach wenigen Wochen von alleine nach. Spätestens nach einem Jahr heilt eine Plantarfasziitis ab. Hilfreich sind im Alltag vor allem bequeme Schuhe, den Übungen und das Kühlen der Fußsohle. Bei akuten Schmerzen ist es ratsam, den Fuß zu behandeln, indem man ihn schont, hochlegt und kühlt.

Rreicht das zur Linderung der Schmerzen nicht aus, so können verschiedene Behandlungen, etwa Physiotherapie, miteinander kombiniert werden. Ein Patentrezept zur Linderung der Schmerzen gibt es nicht. Um die auftretenden Schmerzen zu behandeln, ist eine genaue Anamnese erforderlich. Hierfür sollte man bei einem Arzt und Physiotherapeuten vorsprechen.

Was ist eine Bone Bruise?

Von einer Bone Bruise (Knochenprellung) spricht man bei einer Verletzung des Knochens. Während eines akuten Traumas kommt es zu kleinsten Brüchen im Knochenapparat des Fußes. Diese hat eine Entzündung zur Folge. Bei Belastung oder auch in der Nacht sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägte. Erschwerend kommt bei einer Bone Bruise hinzu, dass sich infolge der Verletzung Ödeme bilden. Dabei handelt es sich um Flüssigkeitsansammlungen um und im Knochen. Das verstärkt die Symptome und vor allem die Schmerzen zusätzlich. Diese Form der Knochenprellung kann nur mithilfe eines MRT, kurz Magnetresonanztomografie, diagnostiziert werden. Um diese Krankheitsbild zu behandeln, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Auch ein Bruch führt zu einer Entzündung im Fuß

Der menschliche Fuß besteht aus mehreren Knochen. Sie alle können brechen und dadurch eine Entzündung auslösen. Nach einem Unfall im Alltag oder beim Sport kann man Knochenbrüche recht schnell als solche identifizieren und behandeln.

In einigen Fällen kommt es zu einem Ermüdungsbruch im Fuß. Der Ermüdungsbruch tritt plötzlich, ohne Unfallgeschehen oder eine Verletzung auf. Wie der Name des Bruchs erahnen lässt, handelt es sich um einen Knochenbruch, welcher durch lang anhaltende und eine hohe Belastung des Fußes verursacht wird.

Ein Ermüdungsbruch lässt sich nicht auf den ersten Blick von anderen entzündlichen Erkrankungen unterscheiden. Hierfür ist ein MRT notwendig. Aus diesem Grund wird der Ermüdungsbruch häufig erst zu spät oder gar nicht erkannt. Je nach Ausprägung des Bruchs äußert er sich bei Betroffenen in Form von Schmerzen, Schwellungen und vor allem durch Druckschmerzen beim Gehen oder Laufen. Besonders gefährdet sind körperlich aktive Menschen mit Osteoporose oder Menschen mit Übergewicht. Um Fußschmerzen erfolgreich zu behandeln, sollte man seine Symptome bei Unklarheiten zeitnah ärztlich abklären lassen.

Treten Sehnenentzündungen häufig auf?

Sehnenentzündungen werden ebenso durch starke Belastungen des Fußes oder durch eine Fehlstellung ausgelöst. Trainiert man zu hart oder überspringt das Aufwärmen, so kann das ebenfalls eine Entzündung im Fuß zur Folge haben. Eine Sehnenentzündung ist häufig bei Sportlern, aber auch bei Betroffenen degenerative Erkrankungen zu beobachten.

Betroffene klagen über starke Schmerzen, die teilweise stechend in Erscheinung treten. Beim Gehen empfinden Sie einen starken Druckschmerz und leiden unter Funktionseinschränkungen. Eine Sehnenentzündung kann eine Infektion der Sehne mit nach sich ziehen. Dann kommen weitere Symptome hinzu. Eine Sehneninfektion kann sich in Form einer Schwellung und Rötung äußern. Schreitet diese unbehandelt voran, so wirkt sie sich auf den gesamten Mechanismus aus und kann Fieber sowie ein schlechtes Allgemeinbefinden auslösen. Es ist wichtig, Sehnenentzündungen schnellstmöglich zu behandeln, um eine Infektion zu vermeiden.

Wie lange dauert eine Entzündung im Fuß?

Wie lange eine Entzündung im Fuß andauert, hängt von der Ursache ab. Bei der Heilungsdauer müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Ist die Entzündung im Fuß durch eine Überbelastung ausgelöst, so kann diese bereits nach wenigen Tagen ausheilen.

Brüche oder entzündliche Erkrankungen der Sehnen benötigen mehrere Wochen oder Monate für die Genesung. Liegt eine grundlegende Erkrankung des Körpers vor, wie etwa eine Immunerkrankung oder eine Arthrose, so kann eine Entzündung im Fuß dauerhaft oder wiederkehrend auftreten. In diesem Fall ist eine ärztliche Therapie unumgänglich, um das Fortschreiten in Schach zu halten und die Patienten bei Bedarf medikamentös einzustellen.

Unabhängig von der Ursache der Entzündung im Fuß gibt es einige Faktoren, die einen großen Einfluss auf die Heilungsdauer ausüben. Dazu gehört das Körpergewicht des Betroffenen, mögliche Fehlstellungen des Fußes, der allgemeine Gesundheitszustand und auch die Belastung des Fußes im Alltag. Menschen, die im Büro arbeiten, haben eher die Möglichkeit, den Fuß ruhig zu stellen, als jene, die im Berufsalltag viel zu Fuß unterwegs sind.

Wie kann man eine Entzündung im Fuß behandeln?

So vielfältig die Ursachen für eine Entzündung im Fuß sind, so vielfältig sind auch die Methoden, um die Entzündung zu behandeln. Grundsätzlich sollte der betroffene Fuß geschont werden. Eine starke Belastung kann zu einer Verstärkung der Symptomatik führen und den Allgemeinzustand verschlechtern. Als Erste Hilfe bei einer Entzündung im Fuß ist es ratsam, diesen hochzulagern, zu schonen und zu kühlen. Lassen die Beschwerden nicht nach, so sollte man die Beschwerden ärztlich abklären und behandeln lassen.

Aufgrund der Vielfalt an möglichen Entzündungsauslösern ist es empfehlenswert, schnellstmöglich einen Facharzt aufzusuchen. Dieser kann die Ursache abklären und die Einstimmung von Krankheitserregern verhindern oder rechtzeitig erkennen. Erkennt man eine Infektion durch Krankheitserreger rechtzeitig, so kommt eine antibiotische Therapie zum Behandeln der Erkrankung infrage. Ist das nicht der Fall, so ist häufig ein chirurgischer Eingriff nötig, um den Fuß von den Krankheitserregern zu befreien und bei der Heilung zu unterstützen.

Ein Facharzt verordnet je nach zugrundeliegender Ursache der Entzündung im Fuß eine geeignete Therapie. Eine Therapie findet in Form der Verordnung einer Operation, Schuheinlagen, entzündungshemmende oder schmerzstillende Medikamente, Physiotherapie, einer Therapie mit Hyaluronsäure oder weiteren Maßnahmen statt.

Entzündung im Fuß geht nicht weg, was ist zu tun?

Treten erste Beschwerden durch eine Entzündung im Fuß auf, so sollte man den Fuß schonen, hochlagern und kühlen. Helfen diese Vorkehrungen nicht, so gilt es, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen. Das ist die einzige Möglichkeit, um die Ursache für die Entzündungsvorgänge im Fuß zu finden und eine geeignete Therapie zu beginnen. In einigen Fällen ist es notwendig, verschiedene Therapieformen auszutesten, bis man eine wirksame Kombination für seinen individuellen Bedarf findet. Um eine Entzündung effektiv zu behandeln, ist eine umfangreiche Anamnese und in vielen Fällen sogar ein Therapieplan erforderlich.

Gibt es Medikamente gegen Entzündungen im Fuß?

Medikamente, die unmittelbar gegen eine Entzündung im Fuß wirken, gibt es nicht. Es gibt jedoch jene, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Medikamente werden bei einer Entzündung im Fuß gegeben, um dadurch die Heilung zu beschleunigen und die Schmerzbelastung des Betroffenen zu behandeln. Eine Verordnung von bestimmten Arzneien ist außerdem in Fällen von Infektionen mit Krankheitserregern erforderlich. Eine medikamentöse Therapie reicht jedoch nicht aus, um eine Entzündung im Fuß zu kurieren. Sie ist lediglich eine ergänzende Therapiemaßnahme.


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